SSDlife – SSD-Festplatte analysieren und Lebensdauer schätzen

Ttielbild Vergleich AusrufezeichenSSDlife ist für die SSD das, was der Gesundheitscheck für den Menschen ist. Das kostenlose Tool setzt dabei auf einfache und verständliche Informationen. Neben Detailinfos gibt die Software auch eine allgemeine Einschätzung zum Gesamtzustand der SSD aus und berechnet die Lebensdauer.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Freeware
  • Funktioniert mit fast allen SSDs
  • Nicht für konventionelle HDDs geeignet
  • Liest S.M.A.R.T.-Werte aus
  • Gibt Detailinfos und einfache Einschätzung
  • Kostenpflichtige Pro-Version

So funktioniert das Tool

Wie die meisten Tools zur Analyse von SSD Festplatten, egal ob klassische HDDs oder moderne SSDs, nutzt SSDlife die S.M.A.R.T.-Daten. Die Abkürzung steht für Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology und beschreibt einen von den Herstellern festgelegten Standard. Dabei werden vom Produzenten für festgelegte Parameter, wie die Zahl der nicht korrigierbaren Fehler, bestimmte Toleranzbereiche definiert. Das Tool erhebt die entsprechenden Daten und gleicht sie mit den Vorgaben ab.

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Daneben fragt das Tool auch SSD-spezifische Informationen ab, beispielsweise ob der TRIM-Befehl unterstützt wird.

Die Ergebnisse

Der Nutzer erhält am Ende kein Datenblatt, sondern zunächst eine Aussage zur Lebensdauer. Die kann dann beispielsweise lauten, dass die SSD eine Lebensdauer bis zum 24. Februar 2041 hat. Außerdem gibt SSDlife eine Einschätzung zum Zustand der SSD ab, beispielsweise „Drive health ist excelent“. Diese Botschaft wird auch mit entsprechenden Farben hinterlegt. Die Einzelwerte lassen sich natürlich trotzdem aufrufen.

Außerdem werden weitere wichtige Informationen auf der Übersichtsseite bereitgestellt, beispielsweise zum Datendurchsatz, zum freien Speicher oder zur bereits genutzten Zeit.

Eine besonders umfangreiche Auswertung mit verschiedenen Auswahlmöglichkeiten bietet aber nur die Pro-Version, die kostenpflichtig ist.

Wie aussagekräftig sind die Daten?

Der Standard S.M.A.R.T. erlaubt es Programmierern, auch ohne besondere Kontakte zu den Herstellern Analysesoftware zu schreiben. Für SSDlife arbeitet der Anbieter BinarySense dennoch nach eigenen Angaben mit den meisten Herstellern zusammen und hat das Tool mit den meisten gängigen SSDs getestet.

Trotzdem ist die Angabe eines taggenauen Lebensdatums natürlich überzogen. Es wird aus den Informationen des Herstellers, dem Gesundheitszustand und den Statistiken zur individuellen Nutzung berechnet und ist keine Garantie, dass die SSD auch solange durchhält. Regelmäßige Backups ersetzt das Tool also nicht.

Anders als bei HDDs ist bei SSDs allerdings nicht der plötzliche Tod durch den Defekt eines mechanischen Teils die Regel, sondern das langsame Sterben durch den Ausfall einzelner Zellen. Denn jede kann nur eine bestimmte Anzahl von Lese- und Schreibvorgängen vertragen. Dadurch sind der Zustand der SSD und die Restlebensdauer besser zu berechnen als beispielsweise bei einer HDD, wo der Ausfall des Motors die Festplatte von einem auf den anderen Tag völlig außer Gefecht setzen kann.

Fazit

Die Ausgabe eines genauen Lebensdatums erscheint etwas übertrieben, aber das Tool ist insgesamt sehr übersichtlich gestaltet und damit auch für Laien gut verständlich. Den vollen Funktionsumfang erhält man allerdings nur mit der kostenpflichtigen Pro-Version, außerdem gibt es das Tool nur in englischer Sprache.

2 Gedanken zu „SSDlife – SSD-Festplatte analysieren und Lebensdauer schätzen

    1. ssd-ratgeber Beitragsautor

      Hallo Thomas,

      ich habe gerade die Version „SSD Life Professional portable“ ausprobiert. Deutsche Sprache ist tatsächlich bei der letzten Version nicht verfügbar, obwohl es auf der Downloadseite so angegeben ist. Die erwartete Lebenserwartung meiner 2,5 Zoll SSD und M.2 SSD wird aber zuverlässig angezeigt.

      Vielleicht bekommst Du die gewünschten Informationen durch die herstellereigene Software heraus.

      Viele Grüße
      Michael @ ssd-ratgeber.de

      Antworten

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