Prioritäten bei SSD-Wahl richtig setzen – Worauf beim SSD-Kauf achten?

Titelbild GeschenkDie Preisunterschiede zwischen den unterschiedlichen SSD Laufwerken sind groß, die Zahl der unterschiedlichen Anbieter ebenfalls. Wie viel muss man investieren und welche SSD Festplatte ist die beste für das Geld? Eine allgemeingültige Antwort auf diese Fragen kann es natürlich nicht geben, wohl aber ein paar Hinweise, worauf Käufer bei der Auswahl der richtigen SSD achten sollten, um das bestmögliche zu bekommen.

Wichtig sind vor allem folgende Kriterien:

  • Preis
  • Kapazität
  • Geschwindigkeit
  • Maße
  • Qualität
  • Extras, Firmware

Preis – Wie viel soll die SSD Festplatte kosten?

Klar, der Preis ist für jeden Käufer eines der wichtigsten Kriterien. Bei SSDs ist er in erster Linie von der Kapazität abhängig. Je mehr Speicherplatz das Laufwerk bietet, desto teurer ist es im Regelfall auch. Allerdings steigt der Preis meist langsamer als die Größe, je Gigabyte Speicherplatz sinkt der Preis also. Daneben gibt es aber auch Preisunterschiede bei gleicher Größe, beispielsweise aufgrund unterschiedlicher Bauweise.

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Bei SSDs mit SLC-NAND-Speicher (SLC = Single Level Cell) gibt es für jede Zelle nur zwei Zustände, geladen oder nicht geladen. Bei MLC-NAND-Speicher (MLC = Multi Level Cell) gibt es dagegen mehr verschiedene Zustände. Daher können hier pro Zelle mehr Informationen gespeichert werden. SLC-Speicher sind daher teurer, aber auch etwas schneller. Bei SSD Festplatten für den Endverbraucher hat sich wegen des Preis-Leistungs-Verhältnisses aber MLC-Flash weitgehend durchgesetzt.

Kapazität – Wie viel Speicherplatz soll die SSD bieten?

Kleine SSD haben nur wenige Gigabyte Speicher, große schon mal ein Terabyte oder mehr. Neben dem Budget sollte die notwendige Kapazität ein wichtiges Kriterium sein. Wer viel Platz braucht, aber nur ein kleines Budget hat, kann seine Daten auf eine schnelle SSD und eine billigere Magnetfestplatte aufteilen. Häufig genutzte Daten kommen auf die SSD, weniger häufig genutzte auf die HDD. Diese Variante bietet sich natürlich vor allem an, wenn man bereits eine klassische Festplatte besitzt. Wer einen bestehenden Rechner aufrüsten will, kann das auch mit SSD Caching tun, dabei legt ein Programm automatisch häufig aufgerufene Daten auf die SSD, die dann kleiner ausfallen kann.

Maße – Wie groß darf das SSD Laufwerk sein?

Neben den technischen Details sollte man auch ganz handfeste Äußerlichkeiten nicht außer Acht lassen. Die SSD muss schließlich auch von der Abmessung in das Gerät passen. Oft sind die Halbleiterlaufwerke 2,5 oder 3,5 Zoll groß. Ist der für die Festplatte vorgesehene Platz im Rechner zu groß, können unter Umständen Adapter helfen, die teilweise sogar gleich mitgeliefert werden. Schlecht sieht es dagegen aus, wenn die SSD zu groß oder zu dick ist. Insbesondere für Notebooks bieten viele Hersteller flachere Versionen.

Qualität – Welchen Ansprüchen muss die SSD standhalten?

Die Qualität ist ein wichtiges Kriterium beim Kauf, kann aber nur schwer überprüft werden. Am ehesten helfen dabei Erfahrungsberichte anderer Nutzer. Werte wie die mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen (MTBF) können ebenfalls ein Anhaltspunkt sein.

Die Hersteller verfolgen unterschiedliche Strategien. Unternehmen wie SanDisk haben die Fertigung ganz aufgeben und beschränken sich auf Entwicklung und Vertrieb. Samsung geht dagegen den umgekehrten Weg, das südkoreanische Unternehmen fertig fast alle Teile vom Controller über den Flash-Speicher bis zur Firmware selbst. Welcher Philosophie zu einer höheren Qualität führt, ist unter Experten umstritten.

Extras und Firmware – Welche Ausstattung braucht die SSD?

Einige Angebote beinhalten nur die SSD ohne Zubehör, bei anderen sind Adapter, Einbaurahmen, Kabel oder Firmware mit dabei. Was man davon überhaupt benötigt, ist unterschiedlich. Unter Umständen kann es billiger sein, einen Einbaurahmen oder Adapter getrennt zu kaufen.

Die Firmware ist oft ebenfalls hilfreich. Einige Hersteller liefern Software für die Migration der Daten auf die SSD mit, andere Programme zum Verwalten und Überprüfen der SSD. Ist keine Software mit dabei, können kostenlose Programme aus dem Netz helfen.

Fazit: Platz und Preis

SSD-Käufer sollten sich vor allem die Frage stellen, wie viel Platz sie brauchen. Wem eine ausreichend große SSD zu teuer wird, der kann einen Teil der Daten auf einer mechanischen Festplatte lagern. Die Geschwindigkeit ist dagegen vor allem für Spieler interessant, bei denen oft schnell Daten vom Laufwerk gelesen werden müssen.

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