Kingston HyperX Predator PCIe SSD – M.2 SSD mit PCIe Adapter

hyperx_logo_artikeltitel_150x150Verwirrend ist die Namensgebung bei Kingston. Eine HyperX Predator gibt es als USB-Stick, als Arbeitsspeicher und auch als SSD. Das „Raubtier“ erreicht als SSD fünfstellige Übertragungsraten beim wahlfreien Zugriff. Möglich ist das natürlich nur durch den Abschied vom Formfaktor 2,5 Zoll und der Anschlusstechnik SATA III.

Kingston HyperX Predator PCIe SSD im Überblick:

  • Sehr schnelle SSD
  • Hoher Preis
  • 240 oder 480 GB Speicherkapazität
  • PCI-Express als Anschlusstechnik
  • Marvell 88SS9293 Controller
  • 3 Jahre Garantie und Support

Das Raubtier für hohe Geschwindigkeiten

Egal ob Arbeitsspeicher, USB-Sticks oder SSDs, überall gibt es die gleichen drei Reihen. Dabei bevorzugen die Marketing-Strategen von Kingston HyperX offenbar martialische Namen. Fury heißt die günstigste Variante, also Wut oder Furie. Savage nennen sich die von Preis und Qualität mittleren Produktlinien, was grausam oder wild beziehungsweise der Wilde bedeutet. Predator, also Raubtier, nennen sich die besonders teuren SSDs, wobei sich die Reihe HyperX insgesamt an eine eher zahlungskräftigere und anspruchsvollere Kundschaft wendet. Produkte für Otto Normalnutzer werden unter dem Namen Kingston SSDNow vermarktet.

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Als teuerste und schnellste Variante ist die HyperX Predator deshalb vor allem für Gamer und professionelle Nutzer attraktiv, wer seinen Rechner durch den Wechsel von einer HDD zu einer SSD beschleunigen will, dem reicht meist ein günstigeres Produkt, wie Samsung SSD 850 EVO oder die Kingston SSDNow V300.

PCI-Express statt SATA III

SATA III befindet sich auf dem Rückzug, die schnellsten SSDs setzten bei der Datenübertragung auf PCI-Express (PCIe). Das ist vor allem deshalb deutlich schneller, weil mehrere Lanes gleichzeitig genutzt werden können. Bei der SSD HyperX Predator sind es vier Lanes, über die gleichzeitig Daten übertragen werden. Insgesamt sind bei der 240 GB großen Variante Lesegeschwindigkeiten bis 1.290 MB pro Sekunde möglich, beim Schreiben immerhin 600 MB pro Sekunde. Die 480 GB große Schwester ist mit 1.100 MB pro Sekunde beim Lesen etwas langsamer, beim Schreiben dafür mit 910 MB pro Sekunde etwas schneller als die kleinere Version.

Die SSD erreicht also gute Werte, auch wenn sie beim sequentiellen Zugriff beispielsweise mit der Samsung 950 Pro nicht mithalten kann. Allerdings ist in der Praxis ohnehin oft der Zugriff auf viele kleine, über die gesamte SSD verteilte Datenpakete gefragt. Der wird im sogenannten 4K Test realistischer geprüft. Die HyperX Predator schafft hier beim Lesen bis zu 160.000 Befehle pro Sekunde (IOPS), beim Schreiben 119.000. Damit übertrifft sie die Samsung SSD.

HyperX Predator SSD: Bei der Predator SSD handelt es sich eigentlich um eine M.2 SSD, die aber optional zusätzlich mit einem PCIe Adapter ausgeliefert wird (Quelle: Kingston/HyperX)

HyperX Predator SSD: Bei der Predator SSD handelt es sich eigentlich um eine M.2 SSD, die aber optional zusätzlich mit einem PCIe Adapter ausgeliefert wird (Quelle: Kingston/HyperX)

Garantie und lange Lebenszeit

Außer der Übertragungstechnik hat auch der Marvell 88SS9293 Controller seinen Anteil an der hohen Geschwindigkeit. Der Stromverbrauch liegt im Durchschnitt bei 1,4 Watt, der mittlere Abstand zwischen zwei Fehler (MTBF) bei einer Million Stunden.

Ein großer Vorteil der SSD ist die Garantie von drei Jahren, zu der auch ein kostenloser Support gehört. Die SSD selbst hat den Formfaktor M.2, wer noch kein Motherboard mit M.2 Steckplatz hat, für den gibt es auch eine Variante mit PCIe Adapter.

Auch sonst bietet Kingston viel Service drum herum, beispielsweise einen Gutschein für Acronis True Image, einer Software für den Umzug der Daten auf das neue Laufwerk.

Fazit

Die Kingston SSD HyperX Predator ist teuer und nur eine Sache für sehr anspruchsvolle Nutzer. Dafür zeigt sie aber auch sehr gute Leistungen, vor allem beim wahlfreien Zugriff. Außerdem stimmen auch die Extras, beispielsweise die Möglichkeit eine Version mit PCIe Adapter zu kaufen, falls das Mainboard keinen Steckplatz für M.2 SSDs hat. Oder die drei Jahre Garantie mit kostenlosem Support. Wer viel Leistung will und dafür gerne auch viel Geld ausgibt, der sollte die HyperX Predator ins Auge fassen.

Technische Daten HyperX Predator SSD

Modell SHPM2280P2/240G
SHPM2280P2/480G
SHPM2280P2H/240G (mit HHHL-Adapter)
SHPM2280P2H/480G (mit HHHL-Adapter)
Formfaktor M.2 2280
Abmessungen (L x B x H) 80 x 22 3,5 mm (M.2)
180,98 x 120,96 x 21,59 mm (mit HHHL-Adapter – Standardhalterung)
181,29 x 80,14 x 23,40 mm (mit HHHL-Adapter – Low-Profile-Halterung)
Schnittstelle PCIe Gen 2.0 x4
Controller Marvell 88SS9293
Kapazität 240 GB und 480 GB
Geschwindigkeit Lesen 1.400 MB/s
Geschwindigkeit Schreiben 600 MB/s (240 GB)
1.000 MB/s (480 GB)
IOPS lesen 160.000 IOPS (240 GB)
130.000 IOPS (480 GB)
IOPS schreiben 119.000 IOPS (240 GB)
118.000 IOPS (480 GB)
MTBF 1 Mio. Stunden
TBW 415 TB (240 GB)
882 TB (480 GB)
Leistungsaufnahme 1,4 Durchschnitt, maximal bis zu 8,25 W
Garantie 3 Jahre

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