SSD Benchmark – Was zählt und welche Werte sind wichtig?

ssd-icon1_logo_artikeltitel_150x150Von den hohen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten der SSD ist oft die Rede. Überprüfen lassen sich die Angaben relativ unkompliziert mit einem Lese- und Schreibtest. Das geht ganz einfach – Doch welche Tools sind dafür die besten und auf welche Daten kommt es wirklich an?

Artikelinhalt in Kürze

  • Unterschied zwischen wahlfreiem und sequentiellen Zugriff
  • AS SSD Benchmark für SSD Test
  • Für HDD andere Tools erforderlich

Wahlfreier und sequentieller Zugriff

Der Unterschied zwischen wahlfreiem und sequentiellem Zugriff lässt sich am einfachsten am Beispiel eines Buches verdeutlichen. Wer es von vorne bis hinten liest, greift darauf sequentiell zu. Das lateinische sequi heißt folgen, es werden also aufeinander folgende Informationen gelesen oder geschrieben.

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Werden in einem Lexikon zehn zufällig ausgewählte Begriffe nachgeschlagen, entspricht das dem wahlfreien Zugriff. Das englische random access trifft den Sachverhalt etwas besser, denn es geht im Test nicht darum, irgendeine Information nach Wahl zu lesen, sondern eine vorher durch Zufall festgelegte.

Beide Zugriffsarten kommen bei Arbeiten mit der SSD vor. Deshalb sind beide auch im Test interessant. Prinzipiell gelten die Ergebnisse des wahlfreien Zugriffs aber als entscheidender.

Sequentieller Zugriff

Beim sequentiellen Zugriff wird eine große, zusammenhängende Information gelesen und geschrieben. Wie groß diese ist, ist von Test zu Test verschieden und kann teilweise auch individuell eingestellt werden. AS SSD Benchmark beispielsweise verwendet eine ein Gigabyte große Datei. Die Ergebnisse werden in Megabyte pro Sekunde angegeben, meist ist die Schreibgeschwindigkeit etwas langsamer als die Lesegeschwindigkeit.

Wahlfreier Zugriff

Der wahlfreie Zugriff wird im Regelfall mit dem 4K Test ermittelt. Dabei wird die Datei in 4K große Blöcke aufgeteilt. Das Ergebnis wird entweder ebenfalls in MB pro Sekunde angegeben oder in IOPS, also Input/Output Operations per Second.

Eine Besonderheit des 4K Tests ist der 4K-64Thrd. Dabei werden die 4K-Blöcke auf 64 Threads verteilt.

Welche Tools?

Eines der beliebtesten und besten Tools ist AS SSD Benchmark. Das Programm kann kostenlos aus dem Internet geladen werden und testet die sequentielle Lese- und Schreibgeschwindigkeit, die Geschwindigkeit im 4K und im 4K-64Thrd Test. Aus den Werten wird ein Gesamtwert ermittelt, in den vor allem die Ergebnisse beim wahlfreien Zugriff einfließen. Darüber hinaus führt AS SSD Benchmark Praxistests durch, bei denen eine Datei kopiert wird.

Für HDDs eignet sich das Programm aber nur eingeschränkt, denn mechanische Festplatten lesen und schrieben im äußeren Bereich der Festplatte schneller als im inneren. Weil es diesen Unterschied bei SSDs nicht gibt, berücksichtigt AS SSD Benchmark ihn nicht. Wer eine HDD untersuchen oder eine HDD und eine SSD vergleich will, sollte daher andere Tools wie CrystalDiskMark verwenden.

Fazit

Die meisten Benchmark Tools messen die Geschwindigkeit des wahlfreien und des sequentiellen Zugriffs, jeweils fürs Lesen und fürs Schreiben. Besonders wichtig ist die Geschwindigkeit beim wahlfreien Zugriff, denn zum einen kommt das in der Praxis besonders häufig vor und zum zweiten ist die SSD beim sequentiellen Zugriff ohnehin schneller. Gut lässt sich die Geschwindigkeit mit Tools wie AS SSD Benchmark testen.

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