Toshiba HG6 – SSD-Festplatte in drei verschiedenen Formaten

toshiba_logo_artikeltitel_150x150Auffällig ist bei der Toshiba HG6 die große Auswahl an Varianten. Die SSD gibt es in den Formfaktoren 2,5 Zoll, mSATA und M.2 – und das teilweise in zwei verschiedenen Bauarten. Zielgruppe sind sowohl Privatanwender als auch Unternehmen, allerdings ist die größte SSD „nur“ 512 GB groß. Die kleinste Version fasst gerade einmal 60 GB an Daten und bietet sich damit als Ergänzung zu einem Hard Disk Drive (HDD) an.

Toshiba HG6 Serie im Überblick

  • Bis zu 534 MB pro Sekunde lesen
  • Bis 480 MB pro Sekunde schreiben
  • Große Vielfalt an Varianten
  • 60 bis 512 GB

Große Auswahl

Gleich fünf verschiedene Varianten bietet Toshiba zur Auswahl. Die Toshiba HG6 SSD im klassischen 2,5 Zoll Formfaktor gibt es wahlweise mit 9,5 oder 7,0 Millimeter Höhe. Außerdem gibt es eine mSATA-Variante mit nur 3,95 Millimetern Höhe. Schließlich bietet Toshiba die SSD auch im neuen Formfaktor M.2, teilweise auch noch unter dem Namen NGFF für „Next Generation Form Faktor“ bekannt. Auch hier gibt es zwei Varianten, bei einer wurde die SSD zweiseitig mit Speicherchips bestückt, bei einer nur einseitig. Allerdings werden bei der letztgenannten Variante nur zwei Größen angeboten, nämlich eine SSD mit 128 und eine mit 256 GB. Dafür ist diese Bauart die flachste mit nur 2,15 Millimetern Höhe gegenüber den 3,5 Millimetern der zweiseitigen Version.

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19nm NAND

Bei allen Unterschieden gibt es auch viele Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen Varianten. Den 19nm MLC-NAND hat Toshiba wie üblich selbst produziert. Statt der gesetzlich vorgeschriebenen zwei Jahre Gewährleistung geben die Japaner auf die HG6 drei Jahre Garantie. Mit Ausnahme der einseitigen M.2 SSD gibt es die Laufwerke mit 60, 128, 256 oder 512 GB Speicherplatz.

Toshiba HG6: Toshiba bietet die SSD-Festplatte in drei verschiedenen Formfaktoren an - 2,5 Zoll, mSATA und M.2 (Quelle: Toshiba)

Toshiba HG6: Toshiba bietet die SSD-Festplatte in drei verschiedenen Formfaktoren an – 2,5 Zoll, mSATA und M.2 (Quelle: Toshiba)

Schnell beim Lesen und Schreiben

Sowohl beim Lesen als auch beim Schreiben erzielt die Toshiba HG6 gute Werte bei einem moderaten Preis. Die Leseraten liegen beim sequentiellen Zugriff oft bei über 500 MB pro Sekunde. Anders als bei einigen Konkurrenzprodukten, die deutlich langsamer schreiben als lesen, sind die Ergebnisse aber auch fürs sequentielle Schreiben gut, hier werden Werte von knapp unter 500 MB pro Sekunde erreicht.

Etwas anders sieht es beim wahlfreien Zugriff aus (4K, Q64), wie er beim täglichen Arbeiten häufig vorkommt. Hier werden beim Lesen Werte über 350 MB pro Sekunde erreicht, beim Schreiben dagegen rund 200 MB pro Sekunde.

Mehr Tempo durch Cache-Technik

Für das Tempo sorgt bei der Toshiba HG6 eine Funktion mit dem Namen „Adaptive Size SLC Write“. Der Name deutet schon an, wie diese Technik funktioniert. Moderner MLC-Flash speichert in jeder Zelle üblicherweise zwei oder drei Bit. Dadurch ist die Produktion billiger als bei klassischem SLC-Speicher, bei dem je Zelle nur ein Bit gespeichert werden kann. Diese Single Level Cell (SLC) kennt nämlich nur die Zustände geladen – nicht geladen. Weil SLC-Flash aber schneller ist als MLC-Speicher, beschleunigt Toshiba die SSD, indem ein Teil der Zellen wie SLC-Flash als Cache-Speicher genutzt wird. Eine ähnliche Technologie kommt auch bei der Samsung 840 Evo zum Einsatz.

Fazit

Die Toshiba HG6 bietet eine gute Leistung zu einem angemessenen Preis. Lediglich beim wahlfreien Schreiben fällt die Geschwindigkeit etwas ab. Bemerkenswert ist auch die große Auswahl an Formfaktoren. Die einseitig bestückte SSD im Formatfaktor M.2 ist gerade mal 2,15 Millimeter hoch und eignet sich damit für den Einbau auch in besonders flachen Rechnern wie Ultrabooks.

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